Siedfleisch kochen und zubereiten – Grundrezept mit Zutaten

Siedfleisch wird von vielen auch als Suppenfleisch bezeichnet. So handelt es sich hier um die Basis einer Fleischbrühe und den daraus, zubereiteten Speisen. Im süddeutschen Raum sowie in der Schweiz nennen die Menschen das Suppenfleisch, welches vom Rind oder Kalb stammt, gerne Siedfleisch. Wobei dieses dann hauptsächlich zum Kochen von Suppen sowie Fleischbrühen verwendet wird. Die dafür genutzten Fleischstücke haben außerdem einen großen Anteil an Sehnen, Fett, Bindegewebe und Knochen, denn diese sorgen für eine gehaltvolle und aromatische Speise.

Wer also Siedfleisch kochen möchte, sollte vorzugsweise spezielle Teilstücke vom Rind oder Kalb dafür verwenden. Zu diesen zählen beispielsweise Beinscheibe, Hals, Brust und Querrippe. Allein mit dem Kochen von Siedfleisch lässt sich allerdings noch keine gehaltvolle Fleischbrühe oder Suppe herstellen, denn auch hier gehören noch Gewürze, Suppengemüse sowie ein paar Rinderkochen mit in den Topf. Des Weiteren braucht das Ganze außerdem ein wenig Zeit, damit die wertvollen Inhaltsstoffe dann auch in die Brühe übergehen können.

Zutaten für Siedfleisch kochen:

  • 600 g Siedfleisch
  • 1 Stange Lauch
  • 1,5 l Wasser
  • 2 Möhren
  • Eine halbe Zwiebel
  • 1 Nelke
  • Ein Viertelstück Sellerieknolle
  • 4 Pfefferkörner
  • Etwas Salz

Nährwertangaben für 600 Gramm Siedfleisch

Nährwerte
Kalorien 740 kcal
Kohlenhydrate 0 g
Fett 35 g
Eiweiß 126 g

Zubereitung:

  1. Das Siedfleisch mit eineinhalb Liter Wasser, etwas Salz sowie der Nelke und der halben Zwiebel in einen Kochtopf geben.
  2. Das Ganze zum Kochen bringen. Anschließend die mittlere Temperatur wählen und das Siedfleisch weitere ungefähr 90 Minuten vor sich hin köcheln lassen.
  3. Etwa eine halbe Stunde vor Ende der Garzeit die zuvor gewürfelten Möhren, die Sellerieknolle sowie den Lauch und die Pfefferkörner zufügen.
  4. Ist das Siedfleisch nach den 90 Minuten noch nicht weich genug, gilt es natürlich die Kochzeit zu verlängern.

Siedfleisch eignet sich nicht nur für eine kräftige Rinderbrühe

Da Siedfleisch einige Zeit braucht, um gar zu werden, lohnt es sich davon stets ein wenig mehr zu kochen, wenn man schon einmal dabei ist. Das übrige Fleisch lässt sich schließlich, ohne Brühe, hervorragend einfrieren. Bei Bedarf lässt sich aus dem Suppenfleisch dann schnell mit einer Portion gemischten Gemüse sowie Kartoffeln ein herzhafter Eintopf zaubern. Gleiches gilt für eine herzhafte Rindfleischsuppe mit Reis oder Nudeln.

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Zudem kann man Siedfleisch auch kalt in einem Salat genießen oder als Belag für Brote verwenden. Viele nutzen dieses Fleisch außerdem gerne als Einlage in einer Sülze oder in Scheiben geschnitten zusammen mit Kartoffeln und Meerrettich. Letzteres wird dann allerdings warm verzehrt.

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